Zusätzlich wird Albanisch noch in den während der spätbyzantinischen und osmanischen Zeit entstandenen
Ansiedlungen in Griechenland und Süd-Italien gesprochen. Es sollte erwähnt werden, dass die dort gesprochene albanische
Sprache archaisch ist und im Laufe der Zeit stark vom Griechischen bzw. Italienischen beeinflusst wurde.
Das Albanische unterteilt sich in die zwei Dialektgruppen des Gegischen und des Toskischen. Die geografische Grenze
der beiden Dialekte bildet der Fluss Shkumbin in Mittelalbanien. Nördlich davon, also in Nordalbanien, Mazedonien,
Montenegro und im Kosova wird gegisch gesprochen, während südlich des Shkumbin sowie in Griechenland und Süd-Italien
toskisch gesprochen wird. Die beiden Hauptdialekte unterscheiden sich sowohl phonologisch als auch lexikalisch
voneinander und schließen ihrerseits mehrere Varianten in sich ein.
Die Vereinheitlichung der albanischen Sprache wurde auf dem 1972 einberufenen Orthographie-Kongress beschlossen.
Sie stellt einen Dialektkompromiss dar und ist bis heute gültig. In Phonetik und Grammatik enthält die albanische
Einheitssprache fast ausschließlich Elemente des Nordtoskischen, weist jedoch auf dem Gebiet der Lexik und des
Wortschatzes zahlreiche gegische Elemente auf.
|